Kardinal Schulte Haus
Bensberg

Projektbeschreibung

Das Erzbistum Köln beabsichtigte, das in den 20er Jahren erbaute und in den 80er Jahren teilsanierte Kardinal Schulte Haus im laufenden Betrieb zu sanieren – in fünf Bauabschnitten und sowohl von der baulichen als auch von der technischen Seite. Der Fokus lag auf energetischen und brandschutztechnischen Belangen. Außerdem sollten die Nutzflächen und die technischen Anlagen im Gebäude optimiert werden, um den Anforderungen eines modernen Tagungs- und Hotelbetriebes zu genügen.

Leistungen

Das Tagungshaus wird über eine zentrale Wärmeerzeugungsanlage versorgt. Die Grundlast des Wärmebedarfs deckt dabei ein Blockheizkraftwerk (BHKW) mit einer thermischen Leistung von 109 kW ab. Zur Deckung der Spitzenlast wurden ein Brennwertkessel und ein Niedertemperaturkessel eingebaut, beide mit einer Nennwärmeleistung von jeweils 800 kW.

Die Wärmeverteilung erfolgt über das im Untergeschoss befindliche Wärmeverteilnetz, welches zusätzlich um einen Hochtemperaturkreis erweitert wurde.

Nach wie vor sind die Tagungs- und Allgemeinbereiche mit statischen Heizflächen (Heizkörper) ausgestattet. In den Hotelzimmern wurde das Heizungskonzept dagegen gänzlich überarbeitet, eine an der Außen- und Innenwand montierte Wandheizung wurde installiert. Der hohe Anteil an Strahlungswärme lässt beim Gast das Gefühl von Behaglichkeit aufkommen, außerdem wertet der Verzicht auf sichtbare Heizflächen die Hotelzimmer ästhetisch auf.

Die Warmwasserversorgung ist ebenfalls zentral geregelt. Zur Erwärmung des Wassers wurde eine Frischwasserstation als Durchlaufwassererwärmer eingebaut. Dies entspricht den aktuellen Anforderungen an die Trinkwasserhygiene, da das Wasser erst im tatsächlichen Bedarfsfall erwärmt wird – die Bevorratung großer Mengen Warmwassers entfällt.

Die Be- und Entlüftung des Gebäudes erfolgt über mehrere Lüftungszentralen. Um eine möglichst hohe Wärmerückgewinnungszahl zu erreichen, wurden alle Lüftungsanlagen mit einem hocheffizienten Rotationswärmetauscher versehen. Außerdem wurden drei der insgesamt zwölf eingebauten Lüftungsanlagen mit einer Direktverdampfungskältemaschine ausgestattet – das ermöglicht, einen Großteil der Konferenzräume im Bedarfsfall mit Kälte zu versorgen.

Die neue zentrale Gebäudeleittechnik (GLT) übernimmt die gesamte Steuerung und Überwachung aller verbauten haustechnischen Anlagen.

Bauherr
Erzbistum Köln
Bruttogeschossfläche
20.000 m²
Gesamtkosten
21,8 Mio. €
Kosten technische Anlagen
9 Mio. €
Leistungszeit
April 2012- Februar 2016
Leistungsphasen
1-8
  • Tagungsraum Kardinal Schulte Haus von heiming
  • Ansicht des neu gestalteten Innenhofes mit Edith-Stein-Kapelle.

Heiming
Ingenieurbüro für Energie- und Gebäudetechnik

Telefon +49 221 167 970
E-Mail an heiming