Am Bilderstöckchen/Alzeyer Str.
Wohnen | Köln-Bilderstöckchen
Projekt
Die GAG Immobilien AG besitzt im Kölner Stadtbezirk Nippes, im Viertel Am Bilderstöckchen einen Wohngebäudekomplex mit 167 Wohneinheiten. Die Gebäude wurden in den Jahren 1972 - 1977 erbaut.
Um die Wärme- und Energieversorgung des Quartiers zukunftsgerecht zu gestalten, wird ein Nahwärmekonzept mit der Nutzung von Abwasserwärme und der Einsatz von Photovoltaikanlagen geplant. Die Abwasserwärme soll über ein kaltes Nahwärmenetz in zwei Heizzentralen verteilt und dort über Wärmepumpen auf das Temperaturniveaus des Heizungsnetzes angehoben werden.
Das Bauvorhaben umfasst energetisch optimierte Modernisierungsmaßnahmen, um die Energieverbräuche der Heizungs- und Warmwasseranlagen sinken zu lassen und damit die Wohnungen nachhaltiger zu gestalten. Hierbei soll durch die Erneuerung des Daches, der Balkone, der Fassaden, der Fenster, zusätzlicher Dämmung, sowie der Sanierung der Bad- und Heizungsstränge und dem barrierefreien Umbau der Bäder und Balkone die Wohnqualität der Bewohnerinnen und Bewohner gesteigert werden.
Hierzu wird das Objekt in sechs Bauabschnitte unterteilt, die im Rahmen der Gesamtmaßnahme schrittweise umgesetzt werden.
- Auftraggeber/Bauherr
- GAG Immobilien AG
- Architekt
- Architekturbüro Kuschewski
- Art der Nutzung
- Wohngebäude
- Leistungszeitraum
- 11/2021 – 10/2030 (geplante Fertigstellung BA3.3)
- Leistungsphasen nach HOAI
- LP1 – LP8
- Bruttogeschossfläche
- 13.825 m²
- Anlagengruppen
- Heizung-Lüftung-Sanitäranlagen Elektrotechnische Anlagen Gebäudeautomation
- Technische Eckdaten
- 167 Wohneinheiten, energetische Sanierung, Strangsanierung, Schadstoffsanierung, barrierereduzierter Umbau, Nahwärmenetz mit Abwasserwärme 505 kW, Kontrollierte Wohnraumlüftung, Photovoltaikanlagen
Leistungen
Im Rahmen der Modernisierung übernehmen wir die Planung der technischen Gebäudeausrüstung für die Wohngebäude und die quartiersweite Wärmeversorgung. Die Maßnahmen beinhalten die umfassende Erneuerung der Heizungs-, Sanitär- und Elektroinstallationen in den Wohn- und Kellerbereichen sowie die Modernisierung der Bäder mit barrierereduzierten Ausstattungen.
Das zentrale Element des Energiekonzepts ist die Nutzung von Abwasser als regenerative Wärmequelle für das Quartier. Hierzu werden Kanalwärmetauscher im öffentlichen Abwasserkanal installiert, die dem ganzjährig zur Verfügung stehenden Abwasser Umweltwärme entziehen. Die gewonnene Wärme wird über ein kaltes Nahwärmenetz in die zwei zu erneuernden Heizzentralen verteilt. Dort wird sie mithilfe moderner Wärmepumpentechnologie für die monoenergetische Wärmeversorgung der Gebäude genutzt. Die Umsetzung erfolgt im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) und bildet die Grundlage für eine nachhaltige, klimafreundliche und zukunftsfähige Wärmeversorgung des Quartiers.
Zur Steigerung der Energieeffizienz werden niedertemperaturfähige Heizkörper und dezentrale Warmwasserbereitungssysteme eingesetzt. Darüber hinaus wird eine kontrollierte Wohnraumlüftung integriert, um den Wohnkomfort und die energetische Qualität der Gebäude zu verbessern.
Ergänzend werden Photovoltaikanlagen auf den Flachdächern vorgesehen sowie die elektrotechnischen Anlagen, einschließlich Unterverteilungen, Zähleranlagen und Allgemeinverteilungen, auf den aktuellen Stand der Technik gebracht.
Bilder © IB Heiming (KI-optimiert)